Hallanzeiger - Online Anzeiger für Halle Saale Montag, 21.05.2012
Startseite Archiv • Kontaktformular

Fahrschule Riegel

Stadtwerke Halle GmbH

Hallescher Schlüsseldienst GmbH

GWG Gesellschaft für Wohn- und Gewerbeimmobilien Halle-Neustadt mbH

edv -Beratung dr.bittrich

Aktuelles
Lokalnachrichten    
Polizeimeldungen    
Aus dem Rathaus    
Sachsen-Anhalt Info    
Verbrauchertipps    
Vermischtes    
Anzeigenmarkt
Kleinanzeigenmarkt    
Branchen von A-Z    
Wohnungssuche    
Tiervermittlung    
Freizeit
Kino, Theater & mehr    
Was? Wann? Wo?    
Essen & Trinken    
Infothek
Bücherbord    
Links für Hallenser    
Hobbytipps    
Leserbriefe    
Service
Notrufnummern    
Tiernotdienst    
Apothekennotdienst    
Behördenwegweiser    
Schadstoffmobiltour    
Sperrmüllentsorgung    
Postleitzahlen    
Wir über uns
Kontakt    
Werbung    
Statistik    
Bannerwerbung    
Impressum    

Sie befinden sich hier: KULTUR »MUSEEN » ROTER OCHSE

Gedenkstätte "Roter Ochse" Halle (Saale)

Am Kirchtor 20a | 06108 Halle (Saale) | Tel. (0345) 22012-13 | Fax: (0345) 22012-77 | E-mail: info-roterochse@stgs.sachsen-anhalt.de

  • Politische Justiz im "Roten Ochsen" während
    • des Nationalsozialismus,
    • der sowjetischen Besatzungszeit und
    • in der DDR

  • Neue Dauerausstellungen zur politischen Justiz im "Roten Ochsen" zwischen 1933 und 1945 sowie zwischen 1945 und 1989

  • In einem ehemaligen Wachgebäude der Staatssicherheit kann die Baugeschichte der Haftanstalt seit 1842 bis zum Ende der DDR nachvollzogen werden.

  • Beratungen von Opfern des Kommunismus
    Jeden zweiten Dienstag im Monat in der Zeit von 14.00 - 16.00 Uhr finden in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) Beratungen von Opfern des Kommunismus statt.
    Ort: Beratungsraum im Dachgeschoss der Gedenkstätte. Ansprechpartner ist Frau Waltraud Thiele.

Die Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) ist Teil der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt.

Öffnungszeiten:

Montag
geschlossen
Dienstag - Freitag 10.00 - 16.00 Uhr
Jedes 1. und 3. Wochenende im Monat 13.00 - 17.00 Uhr

Jeden 2. Dienstag im Monat
Beratungen von Opfern des Kommunismus

14.00 - 16.00 Uhr

Zeitweilige Schließung der Ausstellungsräume im "Roten Ochsen"

Aufgrund dringend erforderlicher technischer Wartungsarbeiten bleiben die Ausstellungsräume der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) für den Besucherverkehr vorerst geschlossen.

13. November 2011, 16:00 Uhr - Gedenkfeier anlässlich der Seligsprechung des katholischen Provikars

Dr. Carl Lampert | Ort: Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale)

Magdeburg/Halle. StGs. Am 13. November 1944 wurde der katholische Provikar Dr. Carl Lampert im Hallenser Zuchthaus "Roter Ochse" in Halle (Saale) hingerichtet. Er starb unter dem Fallbeil.

Der 1894 in Göfis (Vorarlberg, Österreich) geborene und 1918 zum Priester geweihte Carl Lampert geriet ab 1938, im Jahr des Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich, ins Visier der Gestapo. Im Frühjahr 1940 wurde er mehrfach vorübergehend in Haft genommen, nachdem er die Repressalien des NS-Regimes gegenüber den Geistlichen in der Diözese Innsbruck mutig anprangert hatte.
Als Lampert im selben Jahr eine Todesanzeige für den im KZ Buchenwald ermordeten Pfarrer Otto Neururer veröffentlicht hatte, in der er dessen Sterbeort nannte, wurde er selbst in das KZ Dachau eingewiesen.
Nach seiner Freilassung im August 1941 wurde der Österreicher nach Stettin/Pommern strafversetzt. Die Berichte eines auf ihn angesetzten Spitzels führten im Februar 1943 zur erneuten Verhaftung und weiterer fast 40 Personen aus dem Umfeld der Propstei Stettin.
Am 20. Dezember 1943 wurde Lampert in einem ersten Verfahren des Reichskriegsgerichts im Zuchthaus Halle wegen "Rundfunkverbrechens", "Zersetzung der Wehrkraft" und "Feindbegünstigung" zum Tode verurteilt.
Wenige Wochen später wurde er wegen weiterer Untersuchungen nach Torgau verlegt. Nach einem zweiten Todesurteil im September 1944 - dieses Mal wegen angeblicher Spionage - folgte der Transport zur Hinrichtung nach Halle/S. Mit Lampert zusammen starben zwei mit ihm gemeinsam angeklagte Priester aus Berlin und Hessen sowie acht Soldaten, die ebenfalls vom Reichskriegsgericht verurteilt wurden sind. Im September 1947 ist die Urne Lamperts in dessen Heimat überführt worden. Sie ruht heute in einem Schrein in der Kirche seines Geburtsortes Göfis.

Am 13. November 2011 lässt Papst Benedikt XVI. den österreichischen Provikar selig sprechen. Die Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) hat das Seligsprechungsverfahren mit der Recherche zahlreicher wichtiger Dokumente zu den Gerichtsverfahren, der Hinrichtung und der Grablage unterstützt.

Die Zeremonie der Seligsprechung, die in der Heimatkirche Lamperts in Dornbirn (Österreich) stattfindet, wird von weiteren Gedenkveranstaltungen in Österreich, Deutschland und Polen flankiert. Zur Erinnerung an die Stunde der Hinrichtung beginnen alle Gedenkveranstaltungen um 16 Uhr, so auch die Gedenkfeier im ehemaligen Hinrichtungsraum des Zuchthauses Halle, der heute Teil der Gedenkstätte ROTER OCHSE ist.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.

Hinweis: Die Dauerausstellung in der Gedenkstätte muss derzeit wegen technischer Wartungsarbeiten geschlossen bleiben.

Internet: www.nachkriegsmuseen.de/stasi.html

 

Seite bereitgestellt in 0.016s - © 2001-2012wag